Tipps für Angehörige

In der folgenden Übersicht sind die Symptome der Herzschwäche übersichtlich aufgelistet. Dazu passend gibt es eine Handlungsanleitung, die erklärt, welches Verhalten in der jeweiligen Situation angemessen ist und wann ein Arzt kontaktiert werden sollte.

Achten Sie auf Folgendes1,2
Was Sie tun können
Kontaktieren Sie eine medizinische Fachkraft, wenn einer der folgenden Punkte eintritt
Plötzliche Gewichtszunahme des Patienten kann anzeigen, dass der Körper Wasser einlagert, weil sich die Herzschwäche verschlechtert. Fordern Sie den Patienten auf, sich täglich zur selben Uhrzeit zu wiegen. Erinnern Sie ihn, auf die Flüssigkeitszufuhr zu achten und die empfohlene Menge nicht zu überschreiten. Der Patient nimmt innerhalb von 2 bis 3 Tagen ungefähr 1,8 bis 2,3 Kilogramm zu.3
Schwellungen.
Wenn der Körper Wasser einlagert, bemerken Sie vielleicht Schwellungen der Waden, des Bauchs oder der Füße des Patienten.
Ermutigen Sie den Patienten, die Füße hochzulagern und über den Tag häufig Pausen einzulegen. Ein Nachmittagsschlaf kann helfen. Die Schwellungen verschlimmern sich deutlich.
Atmung.
Der Patient hat Schwierigkeiten beim Atmen, besonders bei Belastung oder beim flachen Liegen im Bett.
Raten Sie dazu, sich nicht zu überfordern. Wenn die Atmung nachts schlechter ist, geben Sie dem Patienten viele Kissen zum Abstützen im Bett, um ihm das Atmen zu erleichtern. Die Atmung oder der Husten verschlechtern sich deutlich.
Erschöpfung.
Viele Menschen mit dieser Erkrankung fühlen sich sehr träge.
Fordern Sie den Patienten auf, jeden Tag Pausen einzulegen. Stellen Sie sicher, dass er sich nicht überfordert und sich nicht zu viel zumutet. Die Erschöpfung nimmt zu und fängt an, tägliche Aktivitäten zu beeinflussen.
Schwindel/Benommenheit.
Erkrankung und Medikamente können Schwindel und/oder Benommenheit hervorrufen.
Ermutigen Sie den Patienten, sich beim Aufstehen Zeit zu lassen und die Haltung zu stabilisieren, bevor er anfängt zu gehen. Schwindel und/oder Benommenheit führen dazu, dass der Patient stolpert oder fällt.
Medikamente.
Der Patient nimmt möglicherweise eine Vielzahl an Tabletten ein – sie sind alle wichtig.
Ermutigen Sie den Patienten, selbst die Verantwortung für seine Medikamente zu übernehmen. Er sollte genau wissen, welche Medikamente er wie oft einnimmt und warum. Eine Pillendose mit Fächern für jeden Tag kann dabei hilfreich sein. Der Patient hat Bedenken, z. B. wegen Nebenwirkungen oder wenn er den Eindruck hat, dass ein Medikament nicht die gewünschte Wirkung hat.

Referenzen

  1. Mosterd A, Hoes AW. Clinical epidemiology of heart failure. Heart 2007; 93:1137-1146
  2. American Heart Association: Warning signs for heart failure.
    www.heart.org/HEARTORG/Conditions/HeartFailure/WarningSignsforHeartFailure/-Warning-Signs-for-Heart-Failure_UCM_002045_Article.jsp
    (Zugriff am 20. Jänner 2018)
  3. Chaudhry SI, Wang Y, Concato J, et al. Patterns of weight change preceding hospitalization for heart failure. Circulation 2007; 116:1549-1554

Das könnte Sie auch interessieren

Patientenschulung bei Herzschwäche

Die Förderung der Adhärenz ist bei chronischen Erkrankungen wichtig und Grundlage einer erfolgreichen Behandlung.

Lesen Sie mehr

Tagebuch zum Download

Mit dem Herzschwäche-Tagebuch können Sie die häufigsten Symptome Ihrer Herzschwäche und somit Ihren Krankheitsverlauf täglich aufzeichnen.

Lesen Sie mehr

Herzinsuffizienz in den Griff bekommen

Zusätzlich zu Medikamenten kann Ihnen Ihr Arzt auch vorschlagen, Ihren Lebensstil zu ändern.

Lesen Sie mehr

„Patienten-Schulungen Sind Enorm Wichtig!“

Bereits seit 15 Jahren hält Dr. Christina Hofer-Dückelmann für Patienten mit Herzschwäche Schulungen.

Lesen Sie mehr