Es gibt jedoch eine Reihe von Herzerkrankungen und anderen Risikofaktoren, die das Entstehen einer Herzschwäche begünstigen.1-6

Ursachen und Risikofaktoren
Blutdruckmessen

Koronare Herzkrankheit („KHK“)

Bei der koronaren Herzkrankheit kommt es zu Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Besteht die KHK länger, kommt es zur Unterversorgung und Schädigung des Herzmuskels. Die Pumpleistung lässt nach, was die Entstehung einer Herzschwäche begünstigt.

Bluthochdruck ("Arterielle Hypertonie)

Bei erhöhten Blutdruckwerten kommt es unbehandelt zu einer Schädigung von Herz und Gefäßen. Dies kann zu Herzschwäche, aber auch zu Schlaganfällen, Herzinfarkten und anderen Organschäden führen.

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt entsteht durch plötzliche Verengung oder Verschluss der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. Wird der Herzmuskel geschädigt, verringert sich seine Pumpleistung, was die Entstehung einer Herzschwäche begünstigt.

Herzrhythmus-Störungen ("Arrhythmien")

Bei Herzrhythmusstörungen schlägt das Herz unregelmäßig. Betroffene nehmen dies manchmal als Herzstolpern, Herzrasen oder als unwillkommene Pausen der Herzschlagfolge wahr. Krankhafte Rhythmusstörungen beeinträchtigen die Pumpleistung des Herzmuskels und können zu Herzschwäche führen.

Herzklappen-Erkrankungen

Herzklappen steuern den Blutfluss durch das Herz. Wenn eine oder mehrere der vier Herzklappen nicht richtig öffnen oder schließen, staut sich Blut. Der Herzmuskel muss seine Pumpleistung erhöhen, verliert aber über die Zeit an Leistungsfähigkeit, bis eine Herzschwäche entsteht.

Herzmuskel-Erkrankungen

Herzmuskelerkrankungen entstehen beispielsweise durch Infektionen. Sie können den Herzmuskel schädigen und damit seine Pumpleistung verringern. Das begünstigt die Entstehung einer Herzschwäche.

 

Zuckerkrankheit ("Diabetes Mellitus")

Zuckerkrankheit ist eine schwere, chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel im Blut ansteigt. Unbehandelt kommt es zu Schäden an Gefäßen und an Körperorganen.

 

Übergewicht und Fettleibigkeit ("Adipositas")

Bei Übergewicht und Fettleibigkeit sammelt sich zunehmend Fettgewebe im Körper an, meistens gefördert durch ungesunde Ernährung und mangelnde körperliche Bewegung. Als fettleibig gelten Personen mit einem Body Maß Index (BMI: Gewicht durch Größe zum Quadrat, kg/m²) von 30kg/m² oder darüber.

 

Rauchen und Nikotin

Nikotin und andere Rauchinhaltsstoffe schädigen die Gefäßwände und das Herz und verschlechtern die Sauerstoffaufnahme im Körper.

 

Alkohol

Übermäßiger Alkoholkonsum schadet dem Herz! Pro Woche sollten Männer daher nicht mehr als sieben Drinks, Frauen nicht mehr als vier Drinks konsumieren. Beachten Sie auch mögliche Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten.

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Referenzen

  1. Ponikowski P, Voors AA, Anker SD, et al. 2016 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure. Eur Heart J 2016; 37:2129-2200
  2. Mörtl D. DFP-Literaturstudium Herzinsuffizienz. Österreichische Ärztezeitung 2016; 8:20-30
  3. Mosterd A, Hoes AW. Clinical epidemiology of heart failure, Heart 2007; 93:1137-1146
  4. Krum H, Gilbert RE. Demographics and concomitant disorders in heart failure. Lancet 2003; 362:147-158
  5. Pankuweit S. Alkoholkonsum bei Frauen und Senioren. Herz 2016; 41:494-497
  6. American Heart Association: About Heart Attacks. www.heart.org/HEARTORG/Conditions/HeartAttack/-AboutHeartAttacks/About-Heart-Attacks_UCM_002038_Article.jsp#.WhgSBONFyUk (Zugriff am 24. November 2017)