• Patienten sollten für ihre eigenen Medikamente Verantwortung tragen. Sie sollten genau wissen, was sie wie häufig einnehmen und verstehen, warum sie diese Medikamente einnehmen.
  • Bei manchen Medikamenten geht es dem Patienten vielleicht zunächst schlechter, bevor er eine Besserung verspürt. Er sollte deshalb nicht aufgeben und die Einnahme der Medikamente plötzlich einschränken oder stoppen, ohne dies vorher mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.
  • Die richtige Dosis zu finden, kann ein langwieriger Prozess sein. Die Dosierung mancher Tabletten muss mit einer geringen Menge begonnen und dann stufenweise erhöht werden. Wichtig ist, dass dies den Patienten nicht entmutigt.
  • Der Patient muss möglicherweise viele Tabletten einnehmen – sie sind alle wichtig.
  • Es darf keines der Medikamente vergessen werden. Und es muss sichergestellt sein, dass jedes Medikament rechtzeitig und wie empfohlen eingenommen wird. Eine Pillendose mit Fächern für jeden Tag kann dabei hilfreich sein.
  • Wichtig ist, dass die Medikamenteneinnahme eine Partnerschaft zwischen dem Patienten, den medizinischen Fachkräften und den Angehörigen ist. Angehörige sollen ermuntert werden, Patienten zu fragen, wie es ihnen mit der Medikamenteneinnahme geht. Unklarheiten sollten angesprochen werden.

Prof. Dr. Dirk von Lewinski: Wie sieht die Medikamentöse Therapie aus?