Akute Herzschwäche: Verhalten im Notfall

Wenn eine akute Episode (=kardiale Dekompensation) auftritt, ist richtiges Verhalten im Notfall entscheidend. Informieren Sie sich schon jetzt, was im Fall des Falles zu tun ist!

Die Symptome der akuten Herzschwäche sind ausgeprägt. Die Herzschwäche als Notfall macht sich durch starke Atemnot, Druckgefühl in der Brust sowie plötzliche Zunahme von Wassereinlagerungen (zum Beispiel geschwollene Knöchel) bemerkbar.

Akute Herzschwäche: Sofort den Notarzt rufen!

Bei den beschriebenen Anzeichen und Beschwerden sollten Patienten oder Angehörige sofort einen Notarzt rufen. Auch bei Ohnmacht benötigt der Betroffene sofortige medizinische Hilfe, da bei Verlust oder Eintrübung des Bewusstseins das Gehirn möglicherweise nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Zudem lassen sich die Symptome einer akuten Herzschwäche und eines Herzinfarkts nicht immer klar unterscheiden – umso wichtiger ist es, sofort den Notarzt zu rufen.

Bis der Notarzt vor Ort ist, sollten anwesende Personen den Betroffenen, wenn er bei Bewusstsein ist, aufsetzen und ihn abstützen, um ihm das Atmen zu erleichtern. Ist der Betroffene bereits bewusstlos, bringen Sie ihn in stabile Seitenlage und achten Sie, dass seine Atemwege frei sind und er möglichst gut atmen kann.

Sorgen Sie dafür, dass immer eine Liste mit den aktuell eingenommenen Medikamenten und weiteren medizinischen Unterlagen (aktuelle Befunde, Entlassungsbriefe vom Krankenhaus) griffbereit sind, um diese dem Notarzt zu übergeben.

Akute Herzschwäche: Die Behandlung des Notfalls

Der Notarzt wird dem Patienten bei einem Herzschwäche-Notfall Sauerstoff zuführen, um die Sauerstoffsättigung im Blut zu erhöhen. Meist wird Sauerstoff mittels Atemmaske, seltener direkt in die Luftröhre (Intubation) zugeführt. Der Arzt wird zudem permanent wichtige Parameter des Patienten wie Blutdruck, Atemfrequenz, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur überwachen.

Der Notarzt oder der Arzt im Krankenhaus wird möglichst rasch eine medikamentöse Therapie einleiten. In der Regel werden sogenannte Diuretika oder Vasodilatatoren verabreicht.

+Diuretika unterstützen die Ausscheidung von Wasser über die Niere. Der Flüssigkeitsstau in Lunge, Bauch und Beinen verringert sich, die Ödeme bilden sich zurück. Dadurch wird auch das Herz entlastet.

+Vasodilatatoren erweitern die Blutgefäße. Dadurch wird der Gefäßwiderstand geringer und der Blutdruck sinkt. Das Blut kann nun besser durch den Körper zirkulieren und die Symptome verringern sich.

Schließlich muss nach einem Herzschwäche-Notfall nach den Auslösern gesucht werden. Warum hat der Körper es nicht mehr geschafft, die Herzschwäche zu kompensieren? Daraus können die behandelnden Ärzte weitere Therapieansätze ableiten oder die bestehende Therapie anpassen.

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