Symptome

Die Symptome einer beginnenden Herzschwäche sind oft unspezifisch. Daher ist eine frühe Diagnose oftmals schwierig und die Unterscheidung zu anderen Krankheitsursachen nicht immer leicht.

Folgende Auflistung kann Ihnen helfen, typische Symptome zu erkennen.

Typische Anzeichen:

Wenn der Körper Wasser einlagert, können Schwellungen der Knöchel, der Füße, der Beine oder des Bauches auftreten. Alles typische Symptome der Herzschwäche. Zudem kommt es durch das eingelagerte Wasser zu einer raschen Gewichtszunahme.

TIPP:
Wiegen Sie sich jeden Tag zur selben Uhrzeit in derselben Kleidung (z. B. morgens noch in Schlafkleidung nach dem Gang zum WC und vor dem Frühstück). Suchen Sie rasch den Arzt auf, wenn Sie innerhalb von zwei bis drei Tagen etwa zwei Kilogramm zunehmen, da dies oft Ausdruck einer Verschlechterung der Herzschwäche sein kann.

Atemnot kann zum einen entstehen, wenn das Herz das Blut nicht ausreichend weitertransportiert und sich das Blut in der Lunge zurückstaut. Zum anderen kann ein geschwächtes Herz insbesondere bei körperlicher Belastung den gesteigerten Bedarf der Muskulatur nicht mehr decken. Diesen Mangel an Sauerstoff und anderen Nährstoffen im Muskel führt zu frühzeitiger Erschöpfung, die der Patient als Atemlosigkeit oder Muskelschwäche wahrnimmt.

TIPP:
Suchen Sie rasch den Arzt auf, wenn Ihre Atmung sich deutlich verschlechtert, und ganz besonders, wenn dies bereits in Ruhe auftritt.

Viele Herzschwäche-Patienten leiden an Atempausen während des Schlafens (zentraler Schlafapnoe). Völlig unvermittelt stoppt für einige Sekunden (in schweren Fällen auch mehrere Minuten lang) die Atmung. Die Folge: Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Als direkte Folge dieser Schlafapnoe steigert der Körper die Aktivität des Herzens, um den Mangel an Sauerstoff durch eine schnellere Blutzirkulation; Blutdruck und Herzfrequenz steigen, wieder auszugleichen. Über einen kurzen Zeitraum hinweg kann das Herz diese Leistung meist noch erbringen. Auf Dauer kann die Belastung allerdings zu groß werden.

TIPP:
Ein zusätzliches Kissen beim Liegen sorgt für eine aufrechtere Position, was die Atemnot lindern kann. Jedoch ist es wichtig, Ihren Arzt umgehend aufzusuchen, da dies ein Anzeichen ist, dass sich Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge befinden.

Die Herzschwäche geht häufig mit hartnäckigem Husten oder Keuchen einher. Diese Beschwerden sind eine weitere Folge von Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge.

Viele Menschen mit Herzschwäche fühlen sich sehr rasch körperlich, aber auch emotional erschöpft. Denn natürlich machen sich Betroffene Sorgen um die eigene Gesundheit und sie haben möglicherweise Angst, den Alltag nicht mehr selbständig bewältigen zu können.

TIPP:
Planen Sie Ihren Alltag so, dass Sie nicht überfordert sind, sorgen Sie für viele Ruhepausen. Suchen Sie den Arzt auf, wenn Sie zunehmend erschöpft und in Ihren Alltagsaktivitäten beeinträchtigt sind. Besprechen Sie auch Ihre Ängste und Sorgen mit Ihrem behandelnden Arzt.

Als Halsvenenstauung bezeichnet man das deutliche Hervortreten der Venen an der rechten und linken Halsseite im Sitzen oder Stehen. Bei starker Halsvenenstauung können auch die Venen am Zungengrund gestaut sein.

Die nachlassende Pumpfunktion des Herzens kann die Durchblutung der Haut deutlich verringern. Typische Anzeichen sind Blässe, kalte Haut und gesteigerte Kälteempfindlichkeit.

Ihre Erkrankung und manchmal auch die Medikamente, die Sie einnehmen, können Schwindel und/oder Benommenheit hervorrufen.

TIPP:
Sorgen Sie für einen ruhigen Alltag. Stehen Sie morgens langsam aus dem Bett auf, stabilisieren Sie Ihre Haltung, bevor Sie zu gehen beginnen. Stehen Sie auch langsam von einem Sessel oder dem Sofa auf, drehen Sie sich nicht zu schnell um. Suchen Sie sofort den Arzt auf, wenn Sie bemerken, dass Sie stolpern oder hinfallen.

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ob sich bei Ihnen Symptome einer Herzschwäche zeigen.

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